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G - N

Infest – Psychosis
11 Songs – 26:58
Defying Danger Records

Obwohl die Herren aus Serbien schon seit 2002 (es gab bisher fünf Alben, zwei EPs und zwei Demos) in Sachen Metal unterwegs sind, kennen sie vielleicht noch nicht genügend Leute?! Ihren Thrash/Death Metal spielen die Jungs auf einem recht hohen Niveau und hauen so manchen den Ohrenschmalz aus dem Gehörgang. Es gibt eine Menge an sehr geilen, starken Thrash Passagen, die den Hörer sofort wieder zum abschädeln aufrufen. Dies kommt schon gleich beim Eröffnungssong „Schizophrenic“, der nach dem Intro voll aus allen Rohren losbrettert. Fette Beute für Fans des Genres und eigentlich auch ein absoluter Pflichtkauf. Man haut gewaltig auf den Putz, die Songs gehen sofort gut ins Ohr und machen dort länger heftigen „Krach“. Sehr stark und macht auch sehr viel Spaß. Knapp 27 Minuten hat die Band auf ihrem aktuellem Werk mit melodischem und heftigen Passsagen eingezimmert. In der Kürze liegt wie bekanntlich die Würze. Man kann nur hoffen, dass Infest mit diesem sechsten Werk für noch mehr Fans sorgen und man sie dann auch öfter Live in unserer Gegend zu sehen bekommt. Man höre z.B. „Hail Fire, Hail Death“, volles Rohr das Gaspedal fast durchgetreten und sehr geile Refrains dazu. Geht wie die meisten anderen Songs voll in die Attacke und besitzt auch immer wieder gute Solis. Infest verstehen ihr Handwerk und bieten mit „Psychosis“ wirklich ein geiles Silberteil für den Player. Neben vielen, recht druckvollen Passagen kommt aber auch die eine oder andere melodische Einheit nicht zu kurz. Der Gesang kommt teilweise bedrohlich und sehr druckvoll, wie eine dicke, fette, böse Walze auf den Hörer. So sorgen Infest auch bei knapp 27 Minuten noch für genügend musikalische Abwechslung. Behaltet die Band nicht nur im Auge und Ohr, sondern legt euch am besten gleich diese und vielleicht auch das eine oder andere ältere Werk der Jungs in euer Regal. Es lohnt sich auf jedem Fall. Wrecking Crew Matze Grün Thadenstraße 134 b 22767 Hamburg matze@wrecking-crew.de https://wrecking-crew.de/ Defying Danger Distribution Jens Hornig Heubnerstraße 34 06886 Lutherstadt Wittenberg shop@defyingdanger.de https://www.defyingdanger.de/shop/  (wolle)

Iron Maiden – Senjutsu
10 Songs – 81:59
Warner Music Group

Iron Maiden are Back. Die Herren um Sänger Bruce Dickinson legen uns ein wahrhaftig tolles Album vor. Die Wartezeit hat sich wirklich gelohnt. Zwar braucht man den einen oder anderen Durchlauf mehr, um diese Scheibe komplett mit knapp 80 Minuten zu verarbeiten, aber es macht am Ende sehr viel Spaß, den Songs zu lauschen. Je öfter man die Scheibe dann auch hört, umso mehr landet sie dann eigentlich in der Endlosschleife und will gar nicht mehr aus dem Player raus. Ich freue mich auch jetzt schon sehr darauf, wenn der eine oder andere Song beim nächsten Konzert der Band mit in der Setlist zu finden ist. Es sind vielleicht nicht die absoluten Ohrwürmer, wie „Powerslave“, „The Trooper“, „Fear Of The Dark“ oder „Seventh Son Of A Seventh Son“ aber alle Songs haben immer noch einen sehr hohen Stellenwert und auch Wiedererkennungswert, um nicht vergessen zu gehen. Wie gesagt, man brauch zwar etwas länger, um die Songs zu verarbeiten, da sie teilweise auch recht lang sind und immer wieder auch längere Instrumentalpassagen besitzen. Man geht zum Teil auch mal wieder leicht in die progressive Phase über, übertreibt es dann aber auch nicht völlig und verwirrt die Hörer auch nicht. Die typischen galoppierenden Riffs gibt es immer wieder zu hören und zeigt auch die Jungs, sind ihrer absoluten Iron Maiden Linie treu geblieben. Man zieht dadurch vielleicht den einen oder anderen Song zwar, aber trotzdem verflachen die Stücke nicht. Dies tut dem Ganzen aber kein Abbruch und keiner der Songs entwickelt sich zu einem Ausfall. Es stellen hier auch alle Protagonisten ihr absolutes Können unter Beweis und dies die komplette Scheibe ohne Ausnahme. Bruce singt auch mit einer sehr starken Präzision, dass man vor Neid fast erstarrt. Jeder Iron Maiden Fan, denke ich, wird begeistert sein und beim Anhören der Scheibe nicht nur einen Ohrorgasmus bekommen.  Songs wie „The Writing On The Wall“ (könnte zu einem weiteren Klassiker werden), „Lost In A Lost World“ (entpuppt sich recht schnell zu einem meiner Lieblingssongs auf dieser Scheibe), „The Time Machine“ oder auch „Hell On Earth“ haben es in sich und werden bestimmt auf so mancher Setlist der Band erscheinen. (wolle)

Massacre – Resurgence
10 Songs – 40:14
Nuclear Blast Records

Es gibt wieder guten, alten Death Metal aus der Florida Schule. Massacre melden sich zurück und wie. Unverfälschter Todes Metal. So, wie er klingen muss. Eingängige Riffs, Geknüppel, dass der Halswirbel knackt. „Resurgence“ ist dem Meisterwerk „From Beyond“ (30 Jahre alt mittlerweile) fast ebenbürtig und stellt „Back From Beyond“ eher mal ganz leicht in den Schatten. Starkes Album, ein wahrhaftiges Brett. Kam Lee gehört nicht erst seit diesem Album zu einen der besten Shouter/Growler, welches er bei diesem Werk umso mehr unter Beweis stellt (man höre z.B. „Ruins Of R`lyeh“ oder auch „Whisperer In Darkness“ (bei dem auch recht schnell starke Nackenschmerzen beim Propellerdrehen entstehen dürften, trotz einiger Tempowechsel). Hinzu kommt immer wieder ein wahrhaftig geiles Riffing (man höre sich dazu das messerscharfe Riff bei „The Innsmouth Strain“) – absolut genial. Neben Kam ist Original Basser Mike Borders zurück und die weiteren Mitstreiter sind Rogga Johansson (Paganizer) an der Gitarre, 2. Gitarrist Jonny Pettersson (Wombath), 3. (!!) Gitarrist Scott Fairfan (Memorian), Drummer Brynjar Helgeton (Crypticus). Als Gäste sind zu einem Marc Grewe (ex. Morgoth) oder auch Dave Ingram (Benediction) mit am Start und geben ihren musikalischen Senf dazu.  Man kann ganz klar feststellen, Massacre und Kam Lee sind zurück und viel stärker als erwartet. Für einen guten Sound war wieder einmal Dan Swanö in der Mache und dieser passt wie die Faust auf das berühmte Auge. Die Scheibe macht sehr viel Spaß und man kann hoffen, die Band kommt bald mal wieder Live in die Nähe. (wolle)

Metallica – S&M2
22 Songs – 143:28
Blackened Rec.

Vor 20 Jahren haben Metallica schon einmal mit dem San Francisco Orchester zusammengearbeitet. Nun kommt das Nachfolge-Werk. 2019 im September wurde dieses Werk eingespielt. Zu lauschen gibt es die Hits der Band mit Sinfonie und Klassik dargeboten. Nicht nur alte Songs, sondern auch den einen oder anderen neueren Song gibt es zu Ohr. Natürlich trägt die Band auch ihre musikalische Arbeit bei. Hier werden wieder einige Metal Fans sagen, was soll das?! Warum Metallica und Klassik? Was ist aus Metallica geworden? Ist schwer, sich einerseits, wenn man die Alben „Kill `Em All“, „Ride The Lightning“ oder auch „Master Of Puppets“ zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen darf. Mit diesen Alben hat die Band nicht nur Meilensteine auf die Beine gestellt, man hat auch viele unzählige Bands geprägt. Und auch den Thrash Metal hat man damals geprägt und niemand hätte sich damals vorstellen können, was aus Metallica irgendwann mal wird. Dass die Band mal mit einem Sinfonieorchester musiziert. Man muss sich schon als Hörer drauf einlassen, es klingt eben einfach anders (gerade, wenn man weiß, wie es im Original klingt). „For Whom The Bell Tolls“, „Master Of Puppets“ „One“ oder auch „Enter Sandman“ sprechen da für sich. Die Riffs, das Schlagzeug, der Bass ist vorhanden, jedoch haben diese Instrumente es nicht immer einfach gegen die klassischen Einheiten gegenzuhalten. Jedoch klingt soweit alles gut, der Klang und auch die leicht aufkommende Atmosphäre tut ihr übriges. Manche könnte es aber auch gewaltig nerven, sich immer wieder den klassischen Elementen entgegenzustemmen, beim Hören der Songs oder auch gerade die Intros zur zweiten CD. Klar, immer mehr Bands gehen diesen Versuch mit Orchester ein, nicht nur Bands aus dem Gothic Bereich, sondern eben aus fast allen Metal Bereichen (auch Deep Purple, Rage oder Therion haben dies schon getan und vielleicht auch besser als Metallica mit „S&M“). Man kann aber auch sagen, ok, es hat was, Metal und Klassik. Die Fans, die sich den Auftritt angesehen haben, waren wohl sehr begeistert, wenn man dies so auf der Scheibe verfolgt (die Stimmung kommt teilweise wirklich recht gut rüber- es vermittelt schon etwas Live-Feeling). Die Band scheint auch einen riesen Spaß gehabt zu haben, was man zum Teil dann auch bei der Spielfreude der Jungs zu hören bekommt. Es gehen zwar nicht alle Songs sofort beim ersten Anhören ins Ohr, aber nach dem zweiten oder dritten Durchlauf wird es immer besser. Jedoch aber so ein richtiges Gefühl sich vor den Spiegel zu stellen und die Luftgitarre in der Hand zu haben, dabei zu headbangen, kommt nicht wirklich auf. Manche versprühen auch beim ersten Lauf schon Spaß, Laune, Kraft und einfach gute Musik. Denke, jeder sollte, wenn er was mit Metallica anfangen kann und sich dann auch das mit dem Orchester auf die Reihe bekommt, die Scheibe mal checken. Es gibt dieses Werk als Doppel-CD, plus DVD oder Blu-ray, oder auch einzeln oder 4LPs sowie auch alles zusammen. (wolle)

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© Wolfgang Schmeer

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