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A - F

Cervet – Holidays In Corpseland
14 Songs – 51:37
Eigenes Ding https://www.facebook.com/Cervet/

Die Unterfranken Cervet gibt es nun schon über 30 Jahre (gegründet 1989) und verbringen ihre Zeit leider immer noch weitgehendst im Underground. Ihr erstes Demo haben die Jungs um Bassist und Sänger Frank „Zappa“ (war auch mal bei der früheren Death Metal Band Tyrax am Mirko tätig) 1993 mit dem Titel „Deprave The World“ veröffentlicht. Danach gab es dann weitere 2 Demos, zwei EPs sowie eine Single und eben nun „Holidays In Corpseland“. Man bedenke, Cervet haben bisher alles in eigener Regie auf die Beine gestellt. Zappa hat eine raue Stimme, die meistens recht passend kommt aber auch ein klein wenig gewöhnungsbedürftig klingt. Thrash Shouts sowie Death Growls bringen zwar ein wenig Abwechslung in den Gesang, gerade dann, wenn man sich auf die Stimme von Zappa eingelassen hat und damit umgehen kann. Zu lauschen gibt es sonst Thrash Metal der eigentlich sehr gut in die 80er Jahre gepasst hätte. Gerade auch die Gitarrenarbeit lässt da aufhorchen, sie passt in diese Zeit und wird auch noch gekonnt dargeboten. Man hat aber auch einige Heavy, Death Fetzen in die Songs mit eingestreut, aber auch der Grindcore hinterlässt mal ein paar Fußspuren. Mit „King Of The Damned“ hat man auch noch etwas Paradise Lost mit dabei und musikalisch einen kleinen Hit. „Sarcastic Sacrifice“ bringt alte Protector Einschläge zu Ohr und versetzt einen in die gute alte Zeit als der Thrash in Höchstform in aller Munde und Ohren war. Hinzu kommt, dann auch ein guter Sound und Fans von Bands wie alte Kreator, Exodus, Overkill dürften hier auf jedem Fall mal ein Ohr riskieren. Die Truppe hat Wiedererkennungswert sowie auch einiges an Eigenständigkeit mit im Gitarrenkoffer. (wolle)

EINHERJER - Norton Spor

10 Songs – 48:10

Indie Recordings

 

Nach zwei mehr als starken Comeback-Alben („Norron“ und „Av Oss, For Oss“) steht nun Album Numero drei an seit der Wiedervereinigung und macht genau dort weiter, wo die vorigen beiden Alben aufgehört haben: Viking Metal at it’s very best! Ich bin ein großer Fan von Einherjer und habe nicht umsonst ein sehr langes Interview mit den Jungs zum Comeback „Norron“ in Hammerheart # 6 geführt. Das Schöne an Einherjer ist ganz einfach diese Originalität, die diese Band mitbringt – man erkennt sie stets mühelos unter allen anderen nordischen Bands, was an dieser ganz eigenen Rhythmik und den typischen Melodien liegt, die nur diese Norweger so gekonnt zimmern. So auch auf dem neusten Album „Norrone Spor“, welches erneut aufgrund des sehr starken Songmaterials punktet. Auf „Av Oss, For Oss“ deutete sich schon bereits eine Besinnung auf kürzer geratenes Songmaterial an, auf „Norrone Spor“ wurde das perfektioniert – Einherjer verstehen sich gut darin, unnötigen Songballast von Bord zu schmeißen und sich nur auf das Nötigste zu konzentrieren. Somit sind die Zeiten vorbei, in denen uns die Band noch überlange Epen aufgetischt hat, auch wenn diese von Ihrer Qualität heute noch nichts eingebüßt haben. Auf „Norrone Spor“ regieren kompakte und sehr melodische Hymnen, die überwiegend im Midtempo gehalten sind und teilweise auch sehr schleppend vorgetragen werden, so wie es nun mal zu jedem Zeitpunkt songdienlich ist. Viel mehr Aufmerksamkeit kommt den ausgereiften Melodien zugute, denn alle Songs auf „Norrone Spor“ sind echte Hymnen und entfalten mit jedem weiteren Hördurchgang mehr von ihrer Klasse. Wenn man das Album dann entsprechend oft im CD-Player hatte, will man das Teil gar nicht rausholen, weil man längst süchtig geworden ist. Und nur weil das Songmaterial nun kompakter geworden ist, heißt das noch lange nicht, dass Einherjer es verlernt hätten, tiefgehende Epen zu schreiben – das tolle Schlusslicht „Av Djupare Rotter“ beweist das sehr gut! „Norrone Spor“ ist ein starkes Album geworden mit jeder Menge Hits, die sich nur zu gerne in die Gehörgänge fressen und dank des wuchtigen Sounds der Scheibe auch immer wieder gerne gehört werden. Das großartige und passende Coverartwork sowie die edle Aufmachung im Digipak sind weitere Gründe, warum sich jeder Viking Metal-Fan mit Tiefgang dieses Album ins Regal stellen sollte. Für mich gehören Einherjer ganz klar zur Sperrspitze nordischer Bands, die mit dem neusten Werk eines der Jahreshighlights 2018 abgeliefert haben. Ich freue mich auf eine hoffentlich stattfindende Tour durch Deutschland! [CM]  

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© Wolfgang Schmeer

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