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Mortal Peril – Of Black Days And Cruel Alliances

5 Songs – 19:33

Eigenpressung

Eine noch recht junge und auch noch unbekannte Band aus dem Raum Köln kommt mir mit Mortal Peril vor die Finger. 80er Jahre Thrash aus dem Hause Bay Area lassen hier gerne mal grüßen. Zwar noch nicht so ausgereift wie ihre großen Vorbilder, aber auf einem guten Weg. Hier und da holpert und hängt es noch ein klein wenig, jedoch dürfte sich dies bestimmt von Probe zu Probe und bei der nächsten CD (auch Soundmässig ist noch Platz nach oben) etwas verändern. So könnte Sänger Jan Rademacher hier und da noch etwas an seiner Stimme feilen (Ausdruck, variabler), aber das dreckige Gewand in seiner Stimme hat auch etwas Interessantes & Passendes – man höre z.B. „One More Black Day“. Es gibt richtig gute Riffs und Soli („Raper Of Phrases“) zu lauschen, die so manchen ollen Thrasher das Herz höher schlagen lassen. Man merkt die drei wollen zeigen der gute alte Thrash Metal ist einfach immer noch ein Hauptbestandteil in der deutschen Metal Szene. Es gibt nach wie vor einige bisher unbekannte Bands, die sich in unseren Breitengraden verstecken und darauf warten, entdeckt zu werden. Dazu kann man auch Mortal Peril zählen. Da steckt noch Potential in den Jungs, lasst es nur raus und zwar schnell. Klar?!   www.mortal-peril.de

Wolle / STREETCLEANER ZINE

Manowar – The Lord Of Steel

10 Songs – 52:09 min

Magic Circle

„Back To The Roots“ – so könnte wohl der Untertitel der neuen Manowar-CD The Lord Of Steel lauten. Die Jungs um Joey DeMaio besinnen sich auf dieser Scheibe nämlich auf ihre Wurzeln, und liefern ein reinrassiges Heavy Metal Album ab, das stilistisch gut in die glorreichen 80er Jahre gepasst hätte. In den letzten Jahren hatten sich die Metal-Warriors bekanntlich immer mehr in Richtung Bombast und orchestralem Sound entwickelt und oftmals mit opulenten Keyboardteppichen einen Pathos verbreitet, der fast schon ins Lächerliche ging. Davon ist auf The Lord Of Steel so gut wie nichts mehr zu hören. Der Titeltrack eröffnet das Album im Uptempo und mit einem Flair, das man schon lange nicht mehr gehört hat. Traditioneller geht es kaum noch, und das lässt für den Rest der Scheibe große Hoffnungen aufkommen, zumal das folgende Manowarriors in eine ähnliche Richtung geht, wenngleich der Song nicht so schnell ist wie der Opener. Nach Born In A Grave folgt dann mit Righteous Glory eine schöne Halbballade, die zweifellos gelungen ist. Einen Totalausfall stellt leider Black List dar, da diese Nummer schlichtweg langweilig vor sich hinstampft. El Gringo lässt dann noch mal aufhören, und der Rest ist immerhin ordentlich. Soweit hört sich dieses Review ja sehr positiv an, und im Prinzip ist es auch genau so gemeint. Allerdings sollte auch nicht verschwiegen werden, dass die selbsternannten Kings Of Metal nicht an ihre besten Zeiten heranreichen. Das gilt sowohl für Frontmann Eric Adams, der nicht mehr die Höhen und Screams wie früher erreicht, als auch für das Songwriting im Gesamtbild. Sicherlich sind sehr viele gute bis sehr gute Songs dabei, aber was fehlt, sind absolute Überflieger wie seinerzeit Thor, Guyana oder Revelations. Solche Meisterwerke sucht man auf The Lord Of Steel vergebens. Allerdings muss man auch überlegen, dass die meisten älteren/etablierten Bands ihren Zenit schon lange überschritten haben und weitaus schwächere Alben abliefern als Manowar dies mit The Lord Of Steel tun. Unter dem Strich bleibt zu bilanzieren, dass die Amis ein überraschend gutes und traditionelles Heavy Metal Album zustande gebracht haben, das stilistisch zu ihren Anfangszeiten zurücktendiert und im Großen und Ganzen durchaus gefällig ist.

Wolfgang Volk / STREETCLEANER ZINE

Running Wild – Shadowmaker

10 Songs – 51:01 min

Steamhammer / SPV

Captain Jack Sparrow Rock´n´Rolf sticht mit seiner Vorzeigefregatte Black Pearl Running Wild also doch noch einmal in See. Mal ganz ehrlich – als alter Running Wild Fan kommt man sich da schon ein bisschen verarscht vor. Wie war das doch gleich? „Ich habe mit Running Wild nichts mehr zu sagen, deshalb beende ich das Kapitel“ So oder so ähnlich äußerste sich Herr Kasparek vor gar nicht allzu langer Zeit, daher mutet sein plötzlicher Gesinneswandel jetzt verdammt merkwürdig an. Und machen wir uns nichts vor – der Verdacht liegt nahe, dass es schlicht und einfach im Geldbeutel gejuckt hat und der gute alte Rolf ein bisschen Kohle braucht. Naja … wie auch immer. Kommen wir nun zur neuen Scheibe Shadowmaker. Eigentlich sollte ein Album immer mit einem Highlight beginnen, das den Zuhörer von Anfang an mitreißt, doch leider ist dies beim Opener Piece Of The Action nicht der Fall. Die Nummer plätschert relativ belanglos und bieder in Hardrock-Manier vor sich hin und entfacht nicht mal ansatzweise einen Begeisterungsfunken. Und so leid es mir tut … viel besser wird es auch im Laufe des weiteren Anhörens nicht. Sicherlich gibt es auch richtig gute und überzeugende Stücke wie I Am Who I Am, das ein typischer Running Wild Track ist, aber der Großteil des Albums ist einfach nur durchschnittlich und stellenweise sogar richtiggehend langweilig (z.B. Black Shadow). Und als ob das noch nicht traurig genug wäre, gibt es auch richtiggehend poppige Songs wie Me + The Boys, das schon an der Grenze zum Peinlichen ist. Fazit: Shadowmaker ist vermutlich das schwächste Running Wild Album der Bandgeschichte und die Enttäuschung des Jahres. Persönlicher Zusatz: ich bin mit Running Wild aufgewachsen und war immer Fan der Band, daher ist es umso trauriger, einen solchen Verriss schreiben zu müssen.

Wolfgang Volk / STREETCLEANER ZINE

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Specials: Kreuzfeuer Plattensammler, Kohlekeller Studio, Moritz Grün's "Metallisierte Welt", zahlreiche CD-, Buch-, Fanzine-, Spiele-, Tape- und Live-Reviews!

Umfang: 92 Seiten

Preis: 2 € (zzgl. 1,55 € P&V)

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